29 April 2005

Grundlos Gebühren zahlen?

In Deutschland verbreitet sich immer mehr die Unsitte, Wörter (genauer gesagt: Substantive), die eigentlich zusammen gehören, auseinander zu schreiben. Das kommt wohl davon, dass heutzutage immer mehr Leute Englisch können, und dieses Merkmal der englischen Sprache ins Deutsche übernehmen - was aber schlichtweg falsch ist! Dabei entstehen dann sprachliche Ungetüme wie z.B. "Tief Garage", "Steh Imbiss" etc., bei denen sich einem die Zehennägel aufrollen!!

Doch manchmal verändert die Auseinanderschreibung sogar den Sinn dessen, was das Wort (bzw. die Wörter) ursprünglich aussagen sollte(n). Zum Beispiel bietet ein Kommunikationsunternehmen an:


Ohne Grund Gebühren zahlen? Na, da geh' ich doch lieber zu 'nem Unternehmen, das auch einen Grund hat, Gebühren zu verlangen... :^)

Mehr zu diesem Thema (und zu anderen sprachlichen Entgleisungen) gibt's beim "Zwiebelfisch", der immer wieder lesenswerten Kolumne des Spiegel-ONLINE Redakteurs Bastian Sick.

21 April 2005

Die Italiener...

... haben schon einen Spitznamen für den neuen Papst:

Wie der Regional-Fernsehsender SWR3 gestern Abend berichtete haben die Italiener schon einen Spitznamen für den neuen Papst Benedikt XVI:

"Pappa Razzi"

:-)

10 April 2005

Geocaching

Heute war nicht gerade das Wetter bei dem ich mich normalerweise draußen aufhalte. Geregnet hat's zwar nicht, aber es war bewölkt und kühl. Es gibt ja sogar Tage, an denen das schönste Wetter ist, und ich Stubenhocker es trotzdem fertig bringe, den ganzen Tag zu Hause, z.B. vor dem PC, zu verbringen!

Was war es also, das mich heute animiert hat, einen mehrstündigen Ausflug mit dem Rad in den nahe gelegenen Donauwald zu machen? Das Stichwort heißt "Geocaching"!

Und was soll das sein? Das habe auch ich mich gefragt als ich den Begriff zum ersten Mal gehört habe. Mit knappen Worten: Es ist eine Art Schatzsuche oder Schnitzeljagd der modernen Art. Wichtigster Ausrüstungsgegenstand den man dafür benötigt ist ein GPS-Empfänger. Zum Beispiel eignen sich für die Suche Geräte von Garmin oder Magellan. Der "Schatz", den es zu suchen gilt, nennt sich in der Fachsprache "Geocache", eine Zusammensetzung des Begriffs "Cache", der "geheimes Lager" bzw. "Versteck" bedeutet, und Geo, da der Cache in der Landschaft an einem bestimmten geografischen Punkt versteckt ist.

Und das Ganze geht so: zuerst sucht man sich einen Cache aus, den man finden möchte. Wo dieser versteckt ist, erfährt man im Internet, z.B. über die interaktive Karte bei geocaching.de, oder direkt bei der offiziellen Geocaching-Seite geocaching.com. Auf der Seite mit der Cachebeschreibung sind genaue Koordinaten angegeben, die man in sein GPS-Gerät einspeist. Entweder definieren die Koordinaten direkt den Punkt, wo der Cache versteckt ist, oder einen Ausgangspunkt, von dem aus man mehrere Stationen abklappern muss, bis man an die Endkoordinaten und somit das Versteck des Caches erreicht.

Der GPS-Empfänger führt einen i.d.R. mit einer Genauigkeit von 5-10 m an das Versteck heran. Dann heißt es noch ein wenig in der näheren Umgebung suchen, bis der Schatz gefunden ist.

Was ist das nun für ein Schatz? In der Regel handelt es sich um einen Plastik- oder Metallbehälter der meist zum Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit in eine Plastiktüte eingewickelt ist. Darin befindet sich ein Logbuch, in dem man seinen Fund vermerken kann. Meist ist auch eine Ansammlung von Krimskrams als Tauschobjekte enthalten, wovon man sich als Trophäe oder zum Beweis des Fundes etwas nehmen und dafür etwas anderes hineinlegen kann. Beim Heben des Caches sollte man sich versichern dass man unbeobachtet ist, denn der Cache sollte ja für den nächsten Suchenden auch noch auffindbar sein und nicht von neugierigen Nicht-Cachern geplündert werden! Daher sollte der Cache zum Schluss an der selben Stelle auch wieder gut versteckt werden.

Die Suche macht echt Laune, und bringt Freude wenn man einen Cache letztendlich gefunden hat. Und die meisten Cacher verstecken irgendwann auch ihre eigenen Caches, die dann wiederum von Anderen gefunden werden können.

Das Schöne am Geocaching ist, dass es einen motiviert, nach draußen zu gehen, und dass man ein Ziel hat anstatt einfach nur so in der Gegend rumzulaufen oder zu fahren. Außerdem kommt man oft an schöne Plätze in der Landschaft, die man sonst nicht gesehen hätte, da Caches oft in besonders reizvollen und schönen Gegenden versteckt sind!

Wer noch mehr darüber erfahren will, kann sich am besten unter geocaching.de und den weiter führenden Seiten informieren.

Mich hat's jedenfalls gepackt - der eigene GPS-Empfänger ist schon bestellt, und bis der kommt muss ein Leihgerät von meinem künftigen Schwager herhalten :^)