25 Februar 2009

Voulez-vouz Ubuntu?!?

Nachdem ich in der Firma schon jahrelang mit Linux arbeite, hat es das freie Betriebssystem jetzt endlich auch in meine Privatgemächer geschafft. Auf unserem (naja, eingentlich Tinas ;-) neuen Desktoprechner im Arbeitszimmer habe ich Ubuntu 8.10 ("Intrepid Ibex", der unerschrockene Steinbock - passt übrigens gut zu mir, bzw. meinem Sternzeichen :-) installiert.

Die Installation war denkbar einfach - Partitionen angelegt, ein paar Spracheinstellungen, natürlich alles via grafischer Benutzeroberfläche - und der Rest ging ganz von selbst. Mindestens so leicht wie eine Windows-Installation war's, wenn nicht sogar noch einfacher. Und es funktionierte gleich alles auf Anhieb. Naja, fast alles. Ein paar "kleine" Einzelheiten gab es dann doch. Und die zu beheben hat um einiges länger gedauert als die eigentliche Installation. Zwei, drei Abende gingen nochmal für die Ursachensuche und Behebung drauf:

1.) "Dank" des verspäteten Erscheinens von OpenOffice 3.0 ist in Ubuntu 8.10 immer noch die Version 2.4 enthalten. Wer die aktuellste Version haben möchte, muss es sich nach dieser Anleitung nachinstallieren.

2.) Nach Aktivierung des proprietären nvidia-Grafikkartentreibers war plötzlich eine Bildschrimauflösung von 800x600 eingestellt. Unter System -> Einstellungen -> Bildschirmauflösung war auch keine höhere Auflösung auswählbar. Um die vom Bildschirm maximal darstellbare Auflösung wiederherzustellen, musste ich das separate grafische Tool nvidia-Settings bemühen. Allerdings musste ich das Tool als root-Benutzer starten. Ansonsten können die geänderten Einstellungen aufgrund mangelnder Schreibberechtigung nicht in die xconf.org übernommen werden. Dem Tool fehlt leider die Integration in Ubuntu, das bei solchen Administrations- oder Installationstasks üblicherweise nach dem Benutzerpasswort fragt.

3a.) Bei aktiviertem nvidia-Treiber gab es außerdem Probleme mit den 3D-Desktop-Effekten. Bei eingeschalteten Animationen waren plötzlich die Menüschriften von OpenOffice verschwunden, bzw. nur noch als Striche sichtbar. Abhilfe schaffte nur das Abschalten des Schriftarten-Antialiasing in OpenOffice unter Options -> Tools -> View deaktivieren, oder das hochsetzen des Schwellenwerts auf mind. 14 Pixel. Die Menüschriften sehen jetzt zwar ziemlich unschön verpixelt aus, aber wenigstens kann man sie lesen.

3b.) Nach dem Aktivierten der Desktop-Effekten und Neustart waren außerdem alle Fensterrahmen verschwunden, und die Schrift auf den System-Sprechblasen war nicht mehr sichtbar. Abhilfe schaffte folgender Kommandozeilen-Befehl:
sudo nvidia-xconfig –add-argb-glx-visuals
4.) Beim Einrichten des Druckers musste ich letztlich feststellen, dass keiner der USB-Ports funktionierte! Ein lsusb auf der Kommandozeile brachte keine Ausgabe. Wie sich herausstellte war das jedoch kein Ubuntu-Problem. Der von mir gebraucht erworbene Rechner war früher als Server im Einsatz gewesen, und alle Schnittstellen wie USB, Parallel, Seriell, Gameport, Grafikkarte usw. waren noch per BIOS deaktiviert gewesen um etwaige Fehlerquellen zu vermeiden. Nach Aktivierung der Schnittstellen im BIOS funktionierte USB sofort, und der Drucker wurde wie im Ubuntuusers-Wiki beschrieben automatisch erkannt.

Jetzt können wir uns an unserem einwandfrei funktionierenden, M$- und Gates- (sprich: Geiz ;-) losen PC erfreuen!

10 Februar 2009

Der Sprachcomputer des "Rosa Riesen"

Wer kennt das nicht? Bevor man an der Hotline eines bekannten großen Telekommunikationsunternehmens (das mit dem "T") einen Menschen zu sprechen bekommt, muss man erst einmal einem Computer (der aber zugegebenermaßen eine durchaus nette und höfliche Frauenstimme hat) die Nummer des Anschlusses verklickern, um den es geht, sofern man nicht von besagtem Anschluss aus anruft.

So ging es auch mir vor Kurzem. Gleich zweimal verhaspelte ich mich mit der Nummer, die mir von der Computerdame jeweils mit "ungültige Eingabe" kommentiert wurde. Auch nach dem zweiten Mal wiederholte sie ihren Satz "Bitte sagen Sie mir die Nummer um die es geht, oder geben Sie sie über die Telefontastatur ein". Dieses Mal kam jedoch hinterher der Zusatz: "Oder sagen Sie »Weiter« wenn Sie direkt mit einem Mitarbeiter verbunden werden wollen" (!).

Beim nächsten Mal als ich die Hotline anrufen musste, sagte ich, als nach der Anschlussnummer gefragt wurde, sofort »Weiter« - und siehe da, es funktioniert! Das spart einem eine Menge Zeit. Nur schade, dass ich jetzt, nachdem ich diesen Trick herausgefunden habe, dort keinen Anschluss mehr habe... :-(

07 Februar 2009

Happy New Year!

Ja ich weiß, es ist schon ziemlich spät dafür. Aber dieses Jahr ging's nicht früher. Anfang des Jahres sind wir umgezogen, und außerdem hat es mit dem Internet in der neuen Wohnung recht lange gedauert (siehe vorangehenden Bericht).

Nichtsdestotrotz möchte ich allen Lesern ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2009 wünschen.

06 Februar 2009

Du willst es? Du kriegst es! (Fragt sich nur wann...?!?)

Ende letzten Jahres kündigte Carpo (Lidl-DSL) an, dass der aktuelle Internet-Tarif bald nicht mehr angeboten werden würde, und man mich auf T-Com Call&Surf umstellen wollte.

Da wir sowieso Anfang Januar umziehen würden, nutzte ich die Gelegenheit und schaute mich nach einem neuen Internet-Tarif um. Für mich schien congstar die richtige Wahl zu sein: ein wenig günstiger als T-Com, aber man ist dennoch (indirekter) T-Com-Kunde, da congstar eine Tochtergesellschaft ist. Außerdem gefiel mir die Möglichkeit, einer langfristigen vertraglichen Bindung aus dem Weg zu gehen - wenn man die EUR 60,00 Anschlussgebühr selber zahlt, kann man dafür monatlich aus dem Vertrag aussteigen.

Also habe ich den Telefonanschluss und das DSL für die alte Wohnung gekündigt, und am 19.12.2008 congstar komplett 2 mit DSL- und Festnetzflatrate für die neue Wohnung bestellt.

Am 12.01.2009 sollte ein Techniker kommen und den Anschluss prüfen. Der Techniker kam, und einige Tage später kam das Angebot von congstar mit der Ankündigung, dass der Anschluss am 28.01. geschaltet werden sollte. Der Tag kam, ich schloss abends den Router an, und... kein DSL-Signal! Das heißt, kein Internet, kein Telefon (weil VoIP). Na toll!

Letztendlich dauerte es von da an noch über eine Woche und viele Telefonate mit der Hotline, bis DSL und Telefon funktionierten! Am Ende kam es dann aber ganz schnell und unverhofft. Ich glaubte schon gar nicht mehr richtig daran, dass es noch was wird. Doch gestern, als ich gerade in der Mittagspause auf dem Heimweg war (an diesem Tag sollte ab 12:00 Uhr der Gefrierschrank geliefert werden), klingelte das Handy und der lang ersehnte Anruf des Telekom-Technikers kam: "Ich bin in 15 min. bei Ihnen!". Dann ging es vollends ganz schnell; der Techniker hat nochmal was an der Telekom-Box im Keller gemacht, und das DSL-Signal war da. Endlich, genau einen Monat nach dem Einzug, hatten wir dann doch DSL und Telefon.

Der Gefrierschrank wurde übrigens kurz später wie angekündigt geliefert.

Die ganze DSL-Geschichte ist übrigens hier dokumentiert.

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