10 September 2005

Abfall in Fischstäbchen?!?

Das Gerücht dürfte wohl jedem bekannt sein, dass Fischstäbchen aus Abfällen der Fischverarbeitungsfabrik hergestellt werden, wie z.B. gemahlenen Fischgräten, -augen, etc. ...

Heute morgen habe ich allerdings im Kinderfernsehen (1, 2 oder 3) einen Bericht über die Herstellung von Fischstäbchen gesehen:

Die frisch gefangenen Seelachse werden noch auf dem Fischkutter zerlegt, und die Filets als quaderförmige Blöcke eingefroren. Später in der Fabrik werden die Blöcke in das handliche Fischstäbchen-Format zersägt, allerdings nicht bevor die Blöcke nochmals per Röngtenstrahl nach evtl. noch vorhandenen Gräten durchleuchtet werden. Anschließend werden die Stäbchen paniert, kurz fritiert, damit das Paniermehl nicht abfällt, und dann geht's ab in den Karton. Am Ende wird die Schachtel nochmals mittels Metalldetektor nach Maschinenteilen gescannt, die sich gelöst und in der Packung gelandet sein könnten.

Im gesamten Herstellungsprozess ist also nichts vom Hinzufügen gehäckselter Fischabfälle zu finden. Und die gefrorenen Filetblöcke sahen auch nach dem aus, als was sie beschrieben wurden - zusammen geworfene und in Quaderform gepresste Filetstücke.

Woher kommt also dieses Gerücht? Und wieso kann es sich so hartnäckig halten?!?

09 September 2005

Urbane Legenden

Wer kennt sie nicht auch, diese Geschichte von einem Auto voller junger Leute, die im Kreisverkehr rückwärts fahren? Und in voller Fahrt einen Autofahrer rammen, der gerade in den Kreisel einbiegt? Als die Polizei dann kommt, meint der Polizist zu den jungen Verkehrsteilnehmern, der Autofaherer wäre betrunken, er würde stock und steif behaupten, dass die anderen rückwärts gefahren wären...

Diese Story hab ich neulich auf einer Geburtstagsparty gehört. Und zwar zum zweiten Mal. Beim ersten Mal war's ein Kollege auf der Fahrt zum Mittagessen.

Und da gibt's noch so ne Geschichte, die ich binnen kurzer Zeit 2x gehört habe. Ziemlich eklig, da geht's um ein junges Mädchen und einen Leichenbestatter... ausführlicher möchte ich das hier nicht schildern...

Auf jeden Fall scheint es so zu sein, dass derjenige, der die Geschichte erzählt, "jemanden kennt, der jemanden kennt", dem die Geschichte angeblich wirklich passiert ist!!

Schon erstaunlich, wie sich diese Geschichten verbreiten... und wie kurioserweise die Distanz zu demjenigen, dem sie passiert ist, nicht größer zu werden scheint (falls sie überhaupt passiert ist) - immer ist es vom Geschichtenerzähler ein Freund, oder eine Freundin, der/die jemanden kennt, dem die Geschichte passiert ist...

Eigentlich auch logisch wenn man darüber nachdenkt - schließlich hat man die tolle Geschichte ja selber gehört, und wenn man sie dann weitererzählt, fängt man damit an, dass man jemanden kennt (den Geschichtenerzähler), der jemanden kennt, dem das passiert ist!!

Super...

...kostete als ich letztens tanken musste 1,429 EUR der Liter, was in unserer Region der absoluten Höchststand war. So lange es ging habe ich das Tanken hinausgezögert, in der Hoffnung, dass die Preise wieder sinken. Dann ging's nicht mehr anders und ich musste tanken (natürlich an dem Tag mit dem Höchststand!). Und wie sollte es anders sein - kaum war der Tank voll, sanken die Preise - heute früh waren's 11 cent weniger als bei meinem letzten Tankstellenbesuch!

Echt Super!!

04 September 2005

Kontakt-Formulare auf Websites...

...sind ja schön und nett, wenn es dem Betreiber der Website darum geht, Spam zu vermeiden. Denn dann ist es nicht notwendig, eine E-Mail-Adresse auf der Seite zu veröffentlichen, die von Spam-Anbietern "gespidert" werden könnte.

Einen bedeutenden Nachteil gibt es jedoch für diejenigen, die über das Formular Nachrichten abschicken. Im Gegensatz zur gewöhnlichen E-Mail über ein Mailprogramm haben sie nach dem Versenden keine Kopie des verfassten Textes mehr, in der sie nachschauen könnten, was sie da eigentlich geschrieben haben!

03 September 2005

Nordic Walking

Vergangene Woche war das Wetter ja endlich mal (wieder) richtig sommerlich, was wich veranlasste, vergangene Woche so oft als möglich mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Man muss ja schließlich das bisschen Sommer ausnützen, und wenn man nebenher noch Geld für Sprit sparen kann... (und zur Zeit kann man da ne Menge sparen!!)

Jedenfalls war ich nicht der Einzige; von überall kamen die Leute in Scharen aus ihren Löchern gekrochen. Besonders aufgefallen sind mir dabei wieder die "Nordic Walker und -innen" mit ihren Stöcken. Davon gibt's immer mehr und mehr...

Endlich haben die Sportartikelhersteller es wieder mal geschafft, eine neue Trendsportart in Mode zu bringen, an der sie durch den Verkauf entsprechender Sportgeräte kräftig verdienen können. Als Letztes waren das die Tretroller (die es in meiner Kindheit schon aus Holz gab, damals "Radelrutsch" genannt), als vorletztes die Inline Skates. Und nun sind es Nordic-Walking-Stöcke. (Wobei sich nicht jeder unbedingt die Stöcke kauft - vor ein paar Monaten habe ich ein paar findige, im Sparen geübte Schwaben gesehen, die kurzerhand ihre Skistöcke zum Walken benutzten :-)

Selber bin ich ja nicht gerade ein Sport- bzw. Fitnessfanatiker, aber ein bisschen habe ich von der (inzwischen nicht mehr ganz soo) neuen Trendsportart auch mitbekommen. Zum Beispiel soll man durch den Stockeinsatz noch mehr Kalorien verbrennen, als beim "normalen" Walking.

Allerdings nur wenn man's richtig macht... Was ich da bei den meisten Leute beobachte, ist es bestimmt nicht; das sieht meist eher so aus wie ein Spaziergang mit zwei Spazierstöcken.

Aber egal, Hauptsache man hat die zwei Stöcke, und schon ist man Nordic Walker (bzw. -in). So zumindest die landläufige Meinung, wenn auch nicht die meine.

[IT] Spezifikationen und Implementierungen (oder: JDBC und Oracle)

Tom DeMarco schreibt in seinem Buch "Der Termin":

"Nicht das, was wir nicht wissen, bringt uns zu Fall... sondern das, was wir fälschlicherweise zu wissen glauben."

Und er hat Recht damit - erst kürzlich wurde mir das wieder bewusst, nachdem ich erfahren hatte, dass der JDBC-Treiber von Oracle (zumindest einige Versionen davon) die JDBC-Spezifikationen nicht überall einhalten.

An folgende Spezifikation hält sich Oracle z.B. nicht, die Methode java.sql.Statement#close() betreffend:

"When a Statement object is closed, its current ResultSet object, if one exists, is also closed."

Ohne dies zu wissen, habe ich mich auf die Spezifikation von JDBC verlassen und in meinem Code immer schön sichergestellt, dass alle Statements geschlossen werden. Ein explizites Schließen der ResultSets hielt ich nicht für nötig (und ließ es daher auch stets weg).

Zu viele offene ResultSet-Objekte können einen Fehler "Too many open cursors" in der Datenbank auslösen. Daher wunderte ich mich, wieso ich dieses Problem dann noch nicht gehabt hatte.

Ein Blick in den Sourcecode vom von mir verwendeten DB-Connection-Pool (Jakarta Commons DBC) verriet mir, dass dieser sich wiederum an die oben beschriebene Spezifikation hält! Da dieser Pool nicht direkt die Connection-, Statement- und ResultSet-Klassen von Oracle nutzt, sondern nochmals Wrapper drumherum macht, ist es ihm ein Leichtes, beim Schließen der Statements auch deren ResultSets zu schließen. Das war der Grund, weshalb dieser Fehler bei mir nie aufgetreten ist!!

Glück gehabt...